JAKOB BEURLE CINEMATOGRAPHER
Wir wären andere Menschen 

Die beiden Polizisten Horn und Bäumler werden kurz vor Schichtende zum Haus der Familie Seidlein gerufen. Dort soll sich Pjotr, der Sohn eines gesuchten Verbrechers, befinden. Kurz vor Feierabend und mit etwas Bier intus müssen sie feststellen, dass die Situation sich zuspitzt. Die Familie verweigert die Zusammenarbeit. Als dann auch noch Pjotr mit einem stumpfen Schnitzermesser auf den einen der beiden Polizisten losgeht, eskaliert die Situation. Nur Rupert, der Sohn der Familie Seidlein, überlebt die folgende Schießerei. Bereits bei der anschließenden Ermittlung wird der Junge bearbeitet und ihm ein völlig falscher Tatverlauf suggeriert. Im folgenden Prozess wird der 15-jährige Rupert vorgeführt. Die Polizisten werden freigesprochen und setzen ihre Karriere fort. Jahrzehnte später kehrt Rupert zurück. Er zieht mit seiner Frau Anja ins Elternhaus ein und arbeitet als Fahrlehrer in der Gemeinde. Nach außen hin gibt er sich kühl und tut so, als habe er alles vergeben und vergessen, doch neigt er, genau wie seine Frau, zu erhöhtem Alkoholkonsum. Auch seine Gefühlsschwankungen treten häufig zu Tage. An einem Abend im Tennisclub kommt es zu einem feuchtfröhlichen Abend mit dem pensionierten Polizeihauptmeister Horn. Am nächsten Tag trifft er diesen scheinbar rein zufällig am Rhein wieder und überredet ihn, wohlwissend, dass Horn nicht schwimmen kann, zu einem Bad im Rhein. In einem unbeobachteten Moment ertränkt er Horn im Fluss und alarmiert dann selbst die Polizei. Zunächst sieht es so aus, als ob Rupert damit durchkommt. Der Tod wird als Unfall gewertet. Niemand gibt ihm die Schuld. Auch Horns Freundin freundet sich mit Anja und Rupert an. Doch Kommissar Wackwitz ist ihm auf den Fersen. Seiner Frau erzählt Rupert ebenfalls nichts von seiner Schuld an dem Tod von Horn. Eines Abends geht er zu Bäumler, überwältigt diesen an der Haustür. Anschließend sucht er dessen Waffe, als Frau Bäumler diesem zu Hilfe eilen will. Als er die Waffe gefunden hat, erschießt er zunächst Frau Bäumler und dann den ehemaligen Polizisten selbst. Er versucht es, wie eine Notwehrhandlung von Frau Bäumler aussehen zu lassen, die anschließend Selbstmord begeht. Als falsches Alibi versucht er einen Besuch bei Pjotrs Mutter vorzuschieben. In der Nacht nach einem Grillabend platzt es schließlich aus ihm heraus. Er gesteht seiner Frau die Morde und sagt, er habe das getan, um endlich Ruhe zu finden, doch es gebe keine Ruhe. Wäre das alles nicht passiert, wäre er sicherlich ein anderer Mensch. Am nächsten Morgen lässt er sich von Kommissar Wackwitz abführen.Fernsehfilm Deutschland 2018

REGIE Jan Bonny | DREHBUCH Friedrich Ani, Ina Jung | PRODUKTION Sunsanne Freyer, Judith Fülle, Gabriele Heuser
MUSIK Caroline Cox | KAMERA Jakob Beurle | SCHNITT Stefan Stabenow
PRODUKTION Akzente Film | SENDER ZDF

CAST Matthias Brandt, Silke Bodenbender, Manfred Zapatka, Aenne Schwarz, Paul Faßnacht, Rike Eckermann, Andreas Döhler,
Ricarda Seifried, Natalia Bobyleva, Matthias Redlhammer, Jean-Luc Bubert, Johanna Reinders, Julian Sark, Konstantin Lindhorst, Pirmin Sedlmeir, Roland Silbernagl, Bettina Kaminski, Merle Wasmuth, Moritz Führmann, Rome Weimar, Emilie Haus

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